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Service

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  • Beratung
  • Sehtest
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Beratung

Eine persönliche Beratung ist bei einem Brillenkauf unerlässlich. Besonders bei der Auswahl des Brillengestells und der Anpassung der Brillengläser ist das Fachwissen eines echten Augenoptikers gefragt.

 

Sehtest

Brauchen Sie einen Sehtest? Wir prüfen Ihre Augen und bestimme ihre Sehfähigkeit durch: 

  • Nahsehproben 
  • Weitsehproben

Sehschwächen - Wussten Sie schon was unter den folgenden Begriffen zu verstehen ist?

Kurzsichtigkeit

Myopie ist die medizinische Bezeichnung für Kurzsichtigkeit. Kurzsichtig bedeutet, daß zwar nahe Gegenstände tadellos scharf gesehen werden, nicht aber entfernte. Das kurzsichtige Auge ist also nicht grundsätzlich "schlechter" als das normalsichtige, denn im Nahbereich kann es eindeutig überlegen sein. Vergleicht man das Auge mit einer Kamera, dann bilden Hornhaut und Linse das Objektiv, die Netzhaut entspricht dem Film. Der Unterschied zwischen einem kurzsichtigen und einem normalsichtigen Auge besteht nur in der Abstimmung der Brechkraft von Hornhaut und Linse auf die Distanz zur "Filmebene", also zur Netzhaut. 

Führt man diesen Gedankengang fort, dann ist ein kurzsichtiges Auge vergleichbar mit einer Kamera, deren Objektiv auf die Nähe eingestellt ist. Es hat einen im Verhältnis zur Brechkraft gößeren Abstand von der Filmebene als bei der Einstellung für Fernaufnahmen. Das gleiche gilt für das kurzsichtige Auge: Auch hier ist die Distanz zur Netzhaut im Verhältnis zur Brechkraft von Hornhaut und Linse weiter als bei einem normalsichtigen Auge. Das menschliche Auge besitzt die Möglichkeit, seine Linsenbrechkraft zu ändern. Es stellt sich jeweils auf die Entfernung ein, von der es ein scharfes Bild haben will. Liegt das fixierte Objekt in der Nähe - z.B. beim Lesen - muß sich die Linse stärker wölben. Diesen Vorgang nennt man Akkommodation. 

Weitsichtigkeit

Bei der Weitsichtigkeit ist das Auge von der Hornhaut bis zur Netzhaut im Verhältnis zu seiner Brechkraft zu kurz oder die Brechkraft ist zu gering. Daher liegt der Brennpunkt parallel einfallender Lichtstrahlen hinter der Netzhaut. Um diese Tatsache zu kompensieren, muss ein nicht korrigiertes weitsichtiges Auge ständig akkommodieren, sich also in seiner Brechkraft anpassen, nicht nur, um Gegenstände in der Nähe, sondern auch, um Gegenstände in der Ferne scharf auf der Netzhaut abzubilden. Die Akkommodation der Linse lässt allerdings mit dem Alter nach, so dass eine Weitsichtigkeit zunächst während der Jugend noch unbemerkt bleiben kann, sich aber mit Fortschreiten des Alters zeigt. 

Die Sehschärfe ist bei stärkerer Weitsichtigkeit besonders bei älteren Personen in der Nähe stärker eingeschränkt als in der Ferne. In der Jugend werden eine geringe oder eine mittlere Weitsichtigkeit meist durch eine verstärkte Akkommodation kompensiert. Weitsichtige müssen bereits in der Ferne akkommodieren. Infolge der ständigen Akkommodation können Beschwerden auftreten, die sich durch Augen- und Kopfschmerzen, Augenbrennen, Bindehautentzündungen, verschwommenem Sehen und schneller Ermüdbarkeit äußern. 

Die Weitsichtigkeit schreitet selten fort, auch nicht altersbedingt, und ist durch eine Sehhilfe leicht zu beheben. 

Grüner Star

Ein Glaukom ist eine Abflussstörung des Kammerwassers mit krankhafter Erhöhung des Augeninnendrucks. Die Ursachen können ebenso wie die individuellen Beschwerden unterschiedlich sein, gemeinsam ist aber allen Formen, dass der Sehnerv durch den zu hohen Druck im Augapfel auf Dauer geschädigt wird. Auf Dauer kann das zur Erblindung führen. 

Wie entsteht ein Glaukom?

Im Auge gibt es die so genannte vordere Augenkammer (zwischen Hornhaut und Iris) und eine hintere Augenkammer (von der Hinterseite der Iris bis zur Linse). Die Augenkammern sind mit Kammerwasser gefüllt, das der Nährstoffversorgung der nicht mit Blutgefäßen versorgten Hornhaut und der Linse dient. Das Kammerwasser wird laufend vom Zilliarkörper, dem Halteapparat der Linse in der hinteren Augenkammer, gebildet und gelangt zwischen Iris und Linse durch die Pupille in die Vorderkammer. Von dort fließt es durch kleine Spalten im Winkel zwischen Hornhaut und Iris (Kammerwinkel) in den Schlemm´schen Kanal und schließlich in die Blutbahn ab. Wenn dieser Abfluss behindert ist, kommt es zu einem Rückstau des Kammerwassers und damit zu einer Erhöhung des Drucks im Auge.

Welche Formen des Glaukoms gibt es?

• Primäres Offenwinkelglaukom - entsteht durch eine Abflussbehinderung des Kammerwassers, entweder direkt im Abflussbereich (Glaucoma simplex oder Offenwinkelglaukom) - die häufigste Form bei älteren Menschen • Primäres Winkelblock- oder Engwinkelglaukom auf Grund einer angeborenen Verengung des Kammerwinkels • Primäres angeborenes Glaukom - bei Neugeborenen und Kleinkindern • Sekundäres (erworbenes) Glaukom - als Folge oder Komplikation anderer Augenerkrankungen (Entzündungen, Verletzungen, Diabetes und andere Gefäßerkrankungen des Auges), in deren Verlauf der Abfluss des Kammerwassers behindert wird

Wer erkrankt am Glaukom?

Etwa vier Prozent aller Menschen erkranken im Laufe ihres Lebens an einem Glaukom, meist tritt der so genannte Grüne Star nach dem 40. Lebensjahr auf. Besondere Risikofaktoren sind • Alter über 65 Jahre • gehäuftes Auftreten in der Familie • Diabetes mellitus • Herz-Kreislauf-Erkrankungen • schwere Entzündungen am Auge • starke Kurzsichtigkeit • Kortisonbehandlung • Nikotin

Welche Beschwerden treten auf?

• Das Offenwinkelglaukom ist, wie oben erwähnt, die häufigste Glaukomform. Es beginnt unbemerkt. Bleibt die Behandlung aus, kommt es zu einer zunehmenden Schädigung des Sehnerven, dadurch zu Ausfällen des Gesichtsfeldes und schließlich zur Erblindung • Bei einem akuten Glaukom-Anfall im Rahmen eines Engwinkelglaukoms kommt es zu starken Augen- und Kopfschmerzen, plötzlicher Sehverschlechterung, häufiger Übelkeit, Erbrechen sowie zu einer Rötung des Auges und Verhärtung des Augapfels • Das angeborene Glaukom bei Neugeborenen macht sich vor allem durch ungewöhnlich große, "schöne" Augen, Lichtscheu und Tränen bemerkbar

Wie wird ein Glaukom festgestellt?

Die Diagnose wird auf Grund verschiedener apparativer Untersuchungen gestellt. Mit Hilfe der Tonometrie kann der Augendruck gemessen werden. Dieser liegt normalerweise unter 21 mm Hg, bei einem Glaukom wird dieser Wert jedoch überschritten. Im Zuge eines akuten Glaukom-Anfalls kann er auf bis zu 80 mm Hg ansteigen. Zur Durchführung der Augendruckmessung wird die Hornhaut örtlich betäubt und ein kleines Gerät auf die Hornhaut gedrückt, das den Druck misst. Mit der Gonioskopie wird der Kammerwinkel untersucht. Dazu verwendet man eine spezielle Linse, die direkt auf die Hornhaut aufgesetzt wird. Weiters wird eine Gesichtsfeldmessung (Perimetrie) durchgeführt, um eventuell schon vorhandene Ausfälle festzustellen. Im Rahmen einer Spiegelung des Augenhintergrundes wird der Zustand des Sehnerven beurteilt. Um ein Glaukom möglichst früh zu erkennen und durch rechtzeitige Behandlung Folgeschäden zu vermeiden, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt - vor allem ab dem 40. Lebensjahr - notwendig, z. B. anlässlich der Verordnung einer Lesebrille.

Wie wird ein Glaukom behandelt?

• Der akute Glaukom-Anfall ist ein Notfall, da er unbehandelt innerhalb kurzer Zeit zur Erblindung führt. Die Behandlung erfolgt nach medikamentöser Drucksenkung operativ (Eingriff an der Iris zur Behebung des Winkelblocks: Iridotomie, Iridektomie) • Das angeborene Glaukom bei Neugeborenen wird so früh wie möglich operiert • Beim chronischen Offenwinkelglaukom, der häufigsten Form bei Erwachsenen, wird mit Medikamenten versucht, den Augendruck zu senken. Dazu stehen für die verschiedenen Arten des Glaukoms verschiedene Mittel in Form von Augentropfen zur Verfügung: Medikamente, welche die Pupille verengen, dadurch den Kammerwinkel erweitern und den Abfluss erleichtern, bzw. Medikamente, welche die Produktion des Kammerwassers bremsen Die Wahl der Medikamente, Dosierung und mögliche Kombinationen werden auf den Patienten individuell abgestimmt. In 80 Prozent der Fälle ist eine medikamentöse Behandlung ausreichend. Wenn mit Medikamenten keine zufrieden stellende Besserung erreicht werden kann, kommt eine operative Behandlung in Frage. Auch hier stehen verschiedene Methoden zur Wahl. • Bei der Lasertrabekuloplastik wird das Bindegewebe der Trabekel mit Laserstrahlen "beschossen" und so der Abfluss verbessert. Diese Methode kann nur beim Offenwinkelglaukom angewendet werden • Ableitung des Kammerwassers aus der Vorderkammer in ein Sickerkissen unter der Bindehaut durch Schaffung eines künstlichen Abflusses (Trabekelektomie) bei Offenwinkelglaukom • Erweiterung des Kammerwinkels durch Entfernung eines kleinen Teiles der Iris bei Winkelblockglaukom (Iridektomie oder Iridotomie mit Laser)

Wie ist die Prognose eines Glaukoms?

Unbehandelt führt ein Glaukom durch zunehmende Schädigung des Sehnerven irgendwann zur Erblindung. Entscheidend ist das frühe Erkennen und Behandeln eines Glaukoms, da bereits bestehende Schäden am Sehnerv nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Mit den geeigneten Medikamenten ist es in den meisten Fällen möglich, ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern und das Sehvermögen zu erhalten. Die Anlage zum Glaukom ist erblich. Wenn einer Ihrer Blutsverwandten von dieser Augenerkrankung betroffen ist, müssen Sie unbedingt Ihren Augeninnendruck alle paar Jahre von Ihrem Augenarzt überprüfen lassen - nicht erst nach dem 35. Lebensjahr!

Quellen Land: Augenheilkunde

Makular

Die Makula (gelber Fleck) ist ein Areal der Netzhaut mit einem Durchmesser von etwa 1,5 Millimeter. Sie enthält die wichtigsten Sinneszellen des Auges und ermöglicht uns genau das scharf zu sehen was wir gerade betrachten wollen (z.B. die Buchstaben beim Lesen).

Die Makula-Region besteht aus Millionen Sehzellen (Zapfen). Diese Sehzellen sind für das Farbensehen zuständig. In der restlichen Netzhaut herrschen die Stäbchen vor. Sie liefern uns zwar nur unscharfe Schwarzweißbilder, funktionieren aber auch bei schwachem Licht.

Was ist eine altersabhängige Makula-Degeneration?

Die altersabhängige Makula-Degeneration ist die Hauptursache für starke Sehbehinderung und Blindheit bei älteren Menschen in den Industrieländern. Bei der Makula-Degeneration gehen im Bereich der Makula die Zellen, aus denen die Netzhaut aufgebaut ist, zu Grunde. Dadurch ist das Sehen in der Mitte des Blickfeldes herabgesetzt: Das Lesen und das Erkennen von Gesichtern ist stark beeinträchtigt. Die Orientierung im Raum ist jedoch weiter möglich, da sich die Sehfähigkeit außerhalb des Zentrums nicht verschlechtert. Die altersabhängige Makula-Degeneration tritt in zwei Formen auf: 85 Prozent der Menschen mit altersabhängiger Makula-Degeneration leiden an der trockenen Form. Sie schreitet sehr langsam fort und das Sehen ist lange nur gering beeinträchtigt. 15 Prozent betrifft die feuchte Form. Sie ist für über 90 Prozent der schweren Sehbehinderungen verantwortlich. Diese Erkrankung kann sehr schnell fortschreiten. Bei der feuchten Makula-Degeneration kommt es zum Wachstum krankhaft veränderter Blutgefäße in den Bereich der Makula. Aus diesen abnormalen Gefäßen treten Blut und Flüssigkeit aus, die in das umliegende Netzhautgewebe eindringen. Die altersabhängige Makula-Degeneration tritt zunächst nur an einem Auge auf. Bei der Hälfte der Patienten entwickelt sich jedoch innerhalb von fünf Jahren eine Makula-Degeneration am anderen Auge. In Deutschland leiden ein bis zwei Millionen Menschen an einer Form der Makuladegeneration, wobei die Mehrheit von der alters-abhängigen Makuladegeneration betroffen ist.

Wie entsteht die altersabhängige Makula-Degeneration?

Der größte Risikofaktor ist das Alter: Da die Makula die meisten Sehzellen enthält, fallen hier besonders viele Abbauprodukte des Sehprozesses an. Diese Abbauprodukte gelten als eine der Ursachen der altersabhängigen Makula-Degeneration. Aber auch andere Faktoren, wie Rauchen oder eine familiäre Veranlagung spielen eine Rolle. Welche Anzeichen verspürt man bei der Makula-Degeneration? Die Sehschärfe ist beeinträchtigt, was sich z.B. beim Lesen bemerkbar macht: Gerade Linien erscheinen verbogen, z.B. ein Fensterrahmen ("Verzerrtsehen"). Sie sehen in der Mitte verschwommen und verzerrt, oder auch einen dunklen Fleck. Dadurch sind bestimmte Tätigkeiten wie z.B. lesen und Auto fahren stark eingeschränkt. Welche Untersuchungen werden zur Diagnose benötigt? Der Augenarzt untersucht mit einem Augenspiegel oder einer Lupe und einer Lichtquelle den Augenhintergrund (Ophthalmoskopie). Untersuchung mit Sehzeichen auf der Sehtafel und dem sogenannten Amsler-Netz Zur genaueren Untersuchung, welche Therapie bei der feuchten Makula-Degeneration angewendet werden soll, wird eine Farbstoff-Untersuchung (Fluoreszenzangiographie) durchgeführt. Dabei wird in die Armvene ein fluoreszeierender Farbstoff gespritzt und mit einer Kamera dessen Verteilung in der Netzhaut beobachtet.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Für Patienten mit einer trockenen altersabhängigen Makula-Degeneration gibt es bisher noch keine Behandlungsmöglichkeiten. Das Sehen kann aber durch vergrößernde Sehhilfen (z.B. beleuchtete Leselupe, ein Bildschirmlesegerät oder Bücher in Großdruck) verbessert werden. Bei zehn bis 20 Prozent der Patienten mit feuchter altersabhängiger Makula-Degeneration hilft eine Laserbehandlung, bei der die krankhaften neuen Gefäße mit den energiereichen Strahlen verödet werden. Dies ist aber nur möglich, wenn sich die Gefäße nicht direkt in der Makula befinden. Denn bei der Behandlung entstehen auch im intakten Gewebe Narben, die dem Sehen schaden. Bei einer neuen Behandlungsform, der Photodynamischen Therapie, bilden sich keine Narben. So kann man mit ihr auch Gefäße innerhalb der Makula behandeln. Dabei wird in die Armvene ein ungiftiger Farbstoff gespritzt. Dieser reichert sich in den krankhaften Gefäßen an und macht sie für energiearmes Laserlicht empfindlich. Mit diesem Laserlicht werden die Gefäße gezielt zerstört ohne das umliegende Gewebe zu schädigen. Die photodynamische Therapie kommt nur für zehn Prozent der Patienten mit feuchter Makula-Degeneration in Frage. Das entspricht 1,5 Prozent aller Menschen mit altersabhängiger Makula-Degeneration. Es müssen zwei Vorraussetzungen für die Behandlung gegeben sein: Die kranken Gefäße müssen für den Arzt deutlich sichtbar sein. Die Behandlung muss in einem so frühen Stadium durchgeführt werden, dass noch keine Narben durch die Abbauvorgänge vorhanden sind. Wenn diese Vorraussetzungen erfüllt sind kommt es bei 60 Prozent der Patienten zu einer Stabilisierung der Sehschärfe, bei einigen sogar zur Verbesserung. Chirurgische Verfahren einschließlich der Netzhautdrehung mit Verlagerung der Makula werden zur Zeit noch klinisch erprobt und kommen daher noch nicht routinemäßig zum Einsatz.

Quellen Gass: Stereoscopic atlas of macular diseases

Grauer Star

Der graue Star (Katarakt) ist eine Trübung der Augenlinse. Er führt dazu, dass das gesehene Bild immer mehr an Schärfe verliert. Die Trübung ist meist eine Folge der Alterung der Linse. Das griechische Wort Katarakt bedeutet Wasserfall: Früher glaubte man, dass die graue Farbe in der Pupille eine geronnene Flüssigkeit sei. Das Wort Star kommt von dem Begriff starrer Blick, den man bei vollständiger Erblindung hat. Die Katarakt betrifft rund 99 Prozent der über 65-Jährigen. In Deutschland werden pro Jahr etwa 300.000 Menschen an diesem Leiden operiert.

Wie entsteht grauer Star?

Unsere Linse besitzt zwei wichtige Merkmale: • Sie ist durchsichtig, so dass wir ein klares Bild erhalten. • Sie ist weich und flexibel, damit sie von kleinen Augenmuskeln bewegt werden kann (Akkomodation).

Dies ermöglicht uns ungefähr bis zum 45.Lebensjahr sowohl nahe, als auch weit entfernte Dinge scharf zu sehen. Diese zwei Merkmale werden von der inneren Linsenflüssigkeit beeinflusst. Im Laufe der Zeit verändert sich ihre Zusammensetzung, es kommt zu einer vermehrten Ansammlung von Flüssigkeit in der Linse - der graue Star beginnt.

 

Es gibt verschiedene Stadien der Linsentrübung, die langsam fortschreiten und dann in das nächste Stadium übergehen: • Beginnender grauer Star mit geringer Trübung • Fortgeschrittener grauer Star • Praematurer grauer Star: Die Linsentrübung ist schon weit fortgeschritten • Reifer grauer Star: Die Linse ist hier völlig getrübt • Überreifer grauer Star: Der dicht braun getrübte harte Kern ist in der verflüssigten Linse abgesackt. Dies kommt nur in hohem Alter vor.

 

Die häufigsten Ursachen für grauen Star sind: • Alterskatarakt (Katarakta senilis) • Katarakt durch eine Verletzung (Katarakta traumatica) • Angeborene Formen (Katarakta congenita) • Zuckerkrankheit (Katarakta diabetica) • Entzündung des Auginneren (Katarakta complicata) • Weitere Ursachen sind Linsenstoffwechseldefekte, Mangelernährung und ultraviolettes Licht.

Welche Beschwerden treten auf?

Nach und nach verschlechtert sich die Sehfähigkeit: • Der Betroffene nimmt sein Umfeld nur noch neblig wahr • Kontraste und Farben verblassen • Das Auge wird empfindlich gegen Blendung. • In manchen Fällen entstehen Doppelbilder. Im Spätstadium verschlechtert sich die Sehkraft so drastisch, dass es fast zur Erblindung kommen kann. Die Graufärbung der Pupille wird für andere sichtbar. Auf Fotos mit Blitzlicht bekommen diese Personen keine "roten Augen" mehr.

Wie wird grauer Star diagnostiziert?

Der Arzt untersucht die Linse mit der Spaltlampe, einem Untersuchungsmikroskop. Mit dem schmalen Lichtbündel kann er sehen, in welcher Schicht der Linse eine Trübung liegt.

Welche Behandlung ist möglich?

Der graue Altersstar ist die häufigste Augenerkrankung, die operativ behandelt werden muss. Die Katarakt-Operation ist auch die häufigste Operation in der Medizin überhaupt. Die Entscheidung, ob eine Operation angebracht ist, hängt individuell von den Bedürfnissen des Patienten ab: • Ist der Betroffene durch die Linsentrübung stark behindert, oder kommt er trotz reduzierter Sehschärfe noch gut zurecht? • Liegen noch andere Erkrankungen des Auges vor (Netzhauterkrankungen, Sehnervenerkrankungen, Schielen), oder ist nach der Operation mit einer guten Sehschärfe zu rechnen? • Wenn die Linse zu stark eintrübt, kann eine Operation auch ohne Sehgewinn nötig werden. Denn eine rasch zunehmende Linsenschwellung kann zu einem spontanen Platzen der Linsenkapsel führen. Dies führt zu einer Entzündung des Auges mit hohem Augendruck. Durch Einengung der Vorderkammer des Auges kann auch ein hoher Augendruck ausgelöst werden. • Bei überreifem Star kann Linseneiweiß durch die Kapsel treten und eine Entzündung mit hohem Augendruck auslösen.

 

Ist die Entscheidung für eine Katarakt-Operation gefallen, dann wird sie folgendermaßen durchgeführt: • Die meisten Operationen erfolgen in örtlicher Betäubung: Ein Betäubungsmittel wird neben das Auge gespritzt. Der ganze Augapfel ist dann schmerzfrei und bewegungslos. • Nach Eröffnen der Hornhaut mit einem nur drei bis fünf Millimeter breiten Schnitt, der sich am Ende der Operation ohne Narbe ventilartig verschließt, wird der Linsenkern mit einem Ultraschallgerät zerkleinert und abgesaugt. • Dann wird eine Kunstlinse an die Stelle der entfernten Linse in den Kapselsack (Hülle der Linse) eingesetzt. Die eingesetzte Kunstlinse muss die Brechkraft der entfernten Linse ersetzen. Um ihre Stärke berechnen zu können, werden zuvor zwei Messungen benötigt: Zum einen wird die Länge des Auges mit einem Ultraschallgerät gemessen. Zum anderen wird die Brechkraft der Hornhaut bestimmt. Obwohl 95 Prozent der Kataraktoperationen ohne Komplikationen verlaufen, bestehen folgende Risiken: • Falls die hintere Kapsel der Linse während der Operation reißt, kann es später vermehrt zu Netzhautablösungen kommen. • Bei 0,05 Prozent der Operationen kann es zu einer Entzündung im Inneren des Auges ( Endophthalmitis) kommen. Hierbei gelangen Keime ins Augeninnere und führen zu einer bakteriellen Entzündung. Dies kann bis zur Erblindung des betroffenen Auges führen. Nach einer Katarakt-Operation entsteht bei 20 bis 30 Prozent der Operierten ein so genannter Nachstar. Als Nachstar bezeichnet man eine Trübung der nach einer Kataraktoperation im Auge verbliebenen Kapsel. Die Behandlung des Nachstars erfolgt: • Ambulant • In örtlicher Betäubung durch Augentropfen • Dabei wird der zentrale Teil der Kapsel mit einem speziellen Laser durchtrennt.

Wie ist die Prognose?

Der graue Star ist eine langsam fortschreitende Erkrankung, die mit einer zunehmenden Verschlechterung des Sehvermögens einhergeht. Durch eine Operation kann die volle Sehschärfe in der Regel wieder erreicht werden.

Quellen

Krankenhausstatistik - Diagnosedaten der Krankenhauspatienten, Statistisches Bundesamt, Zweigstelle Bonn.  

Astigmatismus

Die meisten Patienten mit einer Kurz- oder Weitsichtigkeit haben einen gewissen Grad an Hornhautverkrümmung bzw. Stabsichtigkeit (Astigmatismus) in ihrer Hornhaut.

Astigmatismus bedeutet, dass die Hornhaut in ihrer Krümmung nicht rund (wie ein Ball), sondern etwas oval (im Extremfall wie ein Rugbyball) geformt ist. Fast alle Menschen haben einen gewissen Grad an Hornhautverkrümmung, welche jedoch das Sehen bei geringer Ausprägung nicht beeinträchtigt. Ab etwa einer Stärke von 0,5 Dioptrien Astigmatismus kann es zu einer Verzerrung oder Verschiebung von Objekten kommen. Punkte werden so wie Stab gesehen (daher Stabsichtigkeit). 

Höhere Astigmatismen sind durch eine Brille häufig nur schwer zu korrigieren. 

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